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Wie verständige ich mich bei Film und Fernsehen über Einstellungsgrößen?Allgemeines
Wenn man einen Film drehen möchte und dem Kameramann sagen will, was er für ein Bild aufzeichnen soll, ist es hilfreich, wenn man ihm genau sagen kann, was für eine Einstellungsgröße er nehmen soll. Das kann man leicht verwechseln, vor allem die Großaufnahme und die Nahaufnahme werden gerne mal verwechselt, deshalb will ich hier noch mal kurz die allgemeinen Einstellungsgrößen auflisten. |
Schritte / Maßnahmen
| 1. | | Alles beginnt mit einer TOTALEN. Alles nötige der Szene ist auf dieser Totalen mit drauf. Normalerweise auch Autos, Häuser, Geräte. Eben alles, was man etablieren möchte, damit die Zuschauer wissen, worum es geht, wo man sich befindet und was alles zugegen ist.
Die Totale nennt man oft auch Establisher, weil er eben die Szene etabliert.
(Es gibt noch eine Supertotale, aber die kommt nur in richtig großen Filmen vor. So was, wie Herr der Ringe...), weil man mit einer Supertotale eine ganz Landschaft oder ähnliches abfilmt. |
| 2. | | Danach kommt die HALBTOTALE. Die Halbtotale kennzeichnet sich dadurch, dass man immer den ganzen Körper der handelnden Personen sehen kann. Die Umgebung ist jetzt nicht mehr so wichtig, wichtig sind die Figuren, die in dieser Einstellungsgröße gezeigt werden. |
| 3. | | Danach kommt die AMERIKANISCHE. Die heißt so, weil sie in den amerikanischen Westernfilmen nicht unbedingt erfunden, aber trotzdem häufig gezeigt wurde. Die Amerikanische reicht von den Knien bis über den Kopf der Figur. Und zwar deshalb von den Knien ab, weil man in den Westernfilmen immer noch die Pistolen, die am Pistolengurt hingen, sehen musste, beim Showdown. In den meisten anderen Filmen, sind Amerikanische aber nicht so relevant. Warum will man schon die Knie sehen? |
| 4. | | Zwischen der Amerikanischen und der Nahaufnahme kommt noch die Halbnahe. Sie reicht von der Gürtellinie bis über den Kopf. |
| 5. | | Jetzt kommt die berühmte NAHAUFNAHME. Die wird oft verwechselt mit Bildausschnitten, die sehr nah an einem Objekt dran sind, aber das ist falsch. Die Nahaufnahme zeigt den Kopf mitsamt den Schultern. Sie heißt nah, weil wir nah an der handelnden Person dran sind. |
| 6. | | Wenn man nur den Kopf sieht, ist das eine Großaufnahme. Die heißt so, weil der Kopf ganz groß auf der Leinwand zu sehen war. |
| 7. | | Wenn man nur noch das Gesicht sieht, nennt man das eine EXTREM GROSSE Einstellung. Oder auch gerne Close Up genannt. Es muss natürlich nicht ein Kopf sein, es können auch Gegenstände sein. Irgendwelche Dinge, die man hervorheben möchte, indem man nah an sie heran geht und sie sehr groß zeigt. |
| 8. | | Zum Schluss bleibt noch das DETAIL. Da bleibt dann eigentlich nur noch ein Auge übrig.
Extrem nah, Close Up und Detail werden oft vermischt. Das ist eben auch ein wenig Ansichtssache. |
Tipps und Hinweise
| | Man sollte sich immer an der Oberkante und an der Unterkante des Bildes orientieren, nicht an den Seitenkanten, denn die variieren stark vom Bildformat abhängig. Wenn man Breitbild verwendet (zum Beispiel Cinemascope mit 1:2,35) hat das eine ganz andere Breite als ein 3:4 Fernsehbild. Die Seitenkanten sind dann natürlich viel weiter auseinander bzw. näher beisammen. Aber generell kommen die Einstellungsgrößen sowieso vom 3:4 Format, weil es Film ganz am Anfang nur auf diesem Format gab und nicht auf Breitbild. Als das Breitbild aufkam, sagten viele Kritiker übrigens die klassische Großaufnahme tot, weil ein Kopf ja gar nicht wirklich in das breite Bild kadriert passt. |
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| | Informationen | | | | | | | Ersteller: kubrick80
Erstelldatum: 14.08.2008 | |  | | | | Bewertung: keine Bewertung | | |
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| | Benötigte und verwendete Dinge | | | | Supertotale (Extreme Totale) | | | | Totale | | | | Halbtotale | | | | Amerikanische | | | | Halbnahe | | | | Nahe | | | | Große | | | | Extrem Groß (Close Up) | | | | Detail | |
| | Schlagwörter | | | | Film, Fernsehen, Größen, Einstellungsgrößen, Namen, Totale, Nahaufnahme | |
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