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Wie schütze ich mein Kind vor Zigarettenrauch?Dass Zigarettenrauch schädlich ist, wird wohl kaum jemand bestreiten wollen, solange er nicht in der Presseabteilung eines großen Tabakkonzerns sitzt. Das Nichtraucherschutz-Gesetz ist schließlich auch schon da und schützt viele Menschen vor dem blauen Dunst, vor allem schützt es die Passivraucher. Der Passivrauch ist nämlich alles andere als Gesund.
Das Problem am Nichtraucherschutz-Gesetz ist allerdings, dass es die empfindlichsten Lungen nicht schützt: Kinderlungen. In den eigenen vier Wänden darf nämlich weiter geraucht werden, was völlig in Ordnung ist, denn jeder darf für sich selber entscheiden, was er daheim machen möchte. Keine Frage.
Allerdings können sich Kinder in diesen heimeligen vier Wänden kaum vor dem Passivrauchen schützen und das Rauchen ihren Eltern verbieten, dabei müssen gerade Kinderlungen davon regelrecht abgeschottet werden, denn in Kinderlungen kann der Rauch einen folgenreichen Schaden anrichten.
Sollten sie ein Raucher sein und auch Kinder haben (ich war es übrigens auch einmal), sollten sie sich diese Tipps zu Herzen nehmen, damit ihre Kinder vor den Schäden des Passivrauchens verschont bleiben:
1. Aufhören zu rauchen
Die unumstritten beste Methode, gleichzeitig natürlich auch die schwierigste, ist selbstverständlich, mit dem Rauchen ganz aufzuhören. Verantwortungsbewusste Eltern sollten ihren Kindern zuliebe allerdings so viel Durchhaltevermögen beweisen, dass das möglich sein sollte. Denken sie nur mal an die positiven Konsequenzen:
- Sie haben mehr Geld im Geldbeutel, weil Rauchen extrem teuer ist.
- Ihre Wände bleiben weiß, weil kein Nikotin sie verfärbt.
- Ihre Kinder bleiben gesund und müssen seltener zum Arzt, weil ihr Immunsystem nicht geschwächt ist.
- Ihre Wohnung riecht nicht mehr, denn der Zigarettenrauch hängt nicht mehr in Textilien.
- Ihre Umgebung wird Sie dafür bewundern!
2. Im Freien rauchen
Das muss eine absolute Devise sein. In der Wohnung, im Haus, in den Innenräumen dürfen sie nicht mehr rauchen. Nur noch draußen, denn so kann der Rauch direkt abziehen, ohne dass er an irgendwelchen Möbeln oder Textilien hängen bleiben und auch noch lange Zeit später Schaden anrichten kann. Gehen Sie auf den Balkon, auf die Terrasse oder vor das Haus. Es darf kein Rauch in die Wohnung kommen. Vor allem deswegen nicht, weil nicht allein der unmittelbare Rauch während des Rauchens gefährlich ist, sondern auch die mikroskopisch kleinen Partikel, die sich in den Polstern und Textilien niederlassen. Die können eben immer noch in die Lungen der kleinen eindringen und dort ihr Unheil treiben.
Tipp: Rauchen sie nicht am Fenster! Das ist vielleicht gut gemeint, nützt aber nur wenig. Wenn Sie außerdem irgendwann am Fenster rauchen, anstelle von ganz draußen, dann rauchen sie irgendwann wieder bei gekippten Fenster und dann irgendwann wieder ganz normal in der Wohnung.
3. Das Auto ist TABU
Das Allerschlimmste, was sie ihren Kindern antun können, ist im Auto zu rauchen. Auch bei geöffnetem Fenster. Der Rauch verteilt sich auf kleinstem Raum, so dass die Konzentration des Rauchs, den ihre Kinder einatmen bedeutend höher ist als in irgendeinem anderem Raum. Zudem ist das Auto rundherum mit Textilien ausgestattet, in denen der Rauch und die Rauchpartikel haften bleiben.
Ein Raumerfrischer nützt da übrigens gar nichts. Auch regelmäßiges Lüften reduziert die Gefahr nur wenig. Bleiben Sie einfach strikt. Im Auto nicht rauchen. Auch nicht, wenn Sie ohne Kinder fahren.
4. Gäste müssen sich ebenfalls an Regeln halten
Selbst wenn die alte Großmutter eine Zigarette rauchen möchte und es ihr auf dem Balkon zu kalt ist. Erlauben Sie niemandem, die Regeln in ihrem Haus zu brechen. Gäste müssen genauso, wie alle anderen auch, auf die Regeln achten.
5. Babysitter
Vergewissern Sie sich, dass ihr(e) Babysitter(in) nicht raucht. Und wenn, muss auch er/sie sich daran halten, draußen zu rauchen. Regelbrüche sollten nicht toleriert werden! Das zeugt ohnehin nicht wirklich von Verantwortungsbewusstsein, wenn Babysitter rauchen.
6. Öffentliche Orte
Achten sie an allen Orten, wo sich ihr Kind aufhält, darauf, ob die anwesenden Personen rauchen. Fragen sie gegebenenfalls nach. Ob in der Musikschule, im Kindergarten, im Sportverein, Reitclub, wo auch immer. Überall lassen sich erwachsene Menschen dazu hinreißen, in Anwesenheit von Kindern zu rauchen. Seien sie mutig und sprechen sie diese Menschen darauf an und verbieten sie es ihnen, solange sie in Kontakt mit ihren Kindern stehen. Ein Musiklehrer, der diese Bitte ausschlägt, sollte nicht einmal Lehrer sein bzw. der Schule verwiesen werden.
Das sind die wichtigsten Prinzipien, um ihre Kinder vor den primären Gefahren zu schützen. Alle Weiteren folgen daraus. Geben sie darauf acht, was ihrem Kind in die Lungen gerät. Denken sie an diese Statistik aus Amerika: Jedes Jahr erkranken dort 3.400 Personen nur an den Schäden von Passivrauchen. Was werden sie ihrem Kind sagen, wenn es Lungenkrebs bekommt, ohne selbst Raucher zu sein? Das sollten sie sich mal überlegen.
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| | Informationen | | | | | | | Ersteller: paracelsus
Erstelldatum: 07.06.2008 | |  | | | | Bewertung:
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| | Prinzipien | | | | 1. Nicht zuhause | | | | 2. Nicht im Auto | | | | 3. Keine Ausnahmen | | | | 4. Mutig sein an öffentlichen Orten | |
| | Schlagwörter | | | | Zigaretten, Passivrauchen, Kinder, Schutz | |
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