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Wie pflege ich meinen Labrador Retriever richtig?Allgemeines
Der Labrador Retriever ist ein Powerpaket, das ohne Anforderungen verkümmert. Es bedarf viel Pflege für einen Hund, der das Baden und das "Wildern" liebt. Der Labrador hat ein ausgesprochen Pflegeleichtes Fell und ist einfarbig schwarz, gelb oder schokobraun. Er ist für seine ursprüngliche jagdliche Aufgabe, das Apportieren, auch anatomisch bestens gewappnet.
Dies zeigen sein mittellanger Fang mit dem kräftigen Kiefer, sein stark bemuskelter Hals und seine muskulösen Schultern. Seine kompakte Statur mit den kräftigen mittellangen Läufen helfen ihm dabei, selbst in unwegsamen Gelände zügig voranzukommen. Sein dichter "Pelz" schließlich schützt ihn während seiner Arbeit z. B. in dornigem Unterholz vor Verletzungen. |
Schritte / Maßnahmen
| 1. | | Fell
Wird der Labrador Retriever ausgewogen ernährt und mit ausreichend Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen versorgt, ist sein Fell auch im Alter glänzend und besonders in der kalten Jahreszeit mit einer sehr dicken Unterwolle ausgestattet.
Zu der täglichen Fellpflege genügt das Frottieren mit einem Baumwolltuch. Regelmäßiges Bürsten mit einer weichen Naturhaarbürste und kräftiges Massieren, z. B. mit einem Gumminoppen-Handschuh oder den bloßen Händen, kann auch die Hautdurchblutung fördern und dazu beitragen, den Haarwuchs anzuregen. Gerade während des „Haarwechsels“ ist eine solche Behandlung deshalb besonders zu empfehlen. Tun sie aber nicht „zu viel des Guten“, denn sonst wird die isolierende Unterwolle beschädigt. |
| 2. | | Baden
Wenn sich der Labrador im Schlamm gesuhlt hat oder hat das Fell infolge ausgiebigen Schwimmens im Meere einen Grauschleier bekommen, waschen sie ihn nicht in einem Schaumbad. Sprühen sie ihn lieber mit einem Gartenschlauch ab und reiben sie sein Fell anschließend mit einem Frotteehandtuch trocken. So kann vermieden werden, dass der imprägnierende Fettmantel völlig entzogen und sein Immunsystem völlig unnötig belastet wird. Sowieso trocknet das fetthaltige Fell des Hundes sehr schnell. Nach dem Schwimmen genügt mehrmaliges kräftiges Schütteln um das Wasser aus dem Fell herauszuschleudern. Außerdem verhindert die extrem dicke Unterwolle, die selbst im Sommer noch relativ stark vorhanden ist, dass Feuchtigkeit durchdringt und seine Haut nass wird. |
| 3. | | Haarwechsel
Der Labrador hat zweimal im Jahr ca. 3 Wochen lang verstärkten Haarausfall. Dieser Haarverlust wird durch die Aktivität hormonproduzierender Drüsen ausgelöst, die auf die Umgebungstemperatur und die Dauer des Tageslichtes reagieren. Die beiden Höhepunkte dieser jahreszeitlichen Zyklen liegen im späten Frühjahr und im frühen Herbst. Dauert aber der Fellwechsel ungewöhnlich lange, dann sollte die Vitaminzusammensetzung des Futters überprüft werden. Denn oft ist Vitamin B-Mangel die Ursache des Haarverlustes.
Um die zahlreichen abgestorbenen Haare zu entfernen, sollte das Fell des Hundes während des Fellwechsels täglich mit einem feinzinkigen Kamm gründlich durchgekämmt werden. Wenn dies angewendet wird, kann einen möglichen Befall mit kleinen Plagegeister wie Zecken, Flöhen oder Läusen bereits im Frühstadium entdeckt werden. |
| 4. | | Parasiten
Es gibt zwei unterschiedliche Läuse. Einmal die Hunde-Laus (Stechlaus) die das Blut des Hundes saugt, und der Hunde-Haarling (Beißlaus) der sich von den Hautschuppen ernährt. Da sich die Läuse im Fell des Hunde aufhalten, genügt das Baden mit insektentötenden Wirkstoffen. Natürlich müssen sie auch noch den Schlafplatz und alle Räume, in denen sich der Hund aufgehalten hat, reinigen. |
| 5. | | Zecken
Nach jedem Spaziergang, vor allem im zeitigen Frühjahr und frühen Herbst, sollte das Fell des Hundes gründlich mit dem Staubkamm durchgekämmt werden, um die Zecken aufzuspüren. Bereits festsitzende Zecken entfernt man am besten sofort mit einer Zeckenzange: Fasse dazu sehr vorsichtig die in der Haut des Hundes steckenden Mundwerkzeuge der Zecke, und löse dies durch mehrmaliges Drehen der Pinzette aus der Haut heraus. Aber Vorsicht: keinen Druck ausüben, denn potentielle Krankheitskeime würden dabei geradezu in den Blutkreislauf des Hundes gelangen.
Pfoten und Krallen
Achte darauf, dass die Krallen nicht zu lang werden, sonst verletzt sich der Hund womöglich. Feile die Krallen wenn möglich ab, oder benutze eine Krallenzange. Ist der Hund auf rauem Untergrund unterwegs erübrigt sich das Krallenkürzen sowieso.
Im Winter sollte etwas Melkfett auf die Pfoten gegeben werden, damit kein Streusalz und feine Splitter den Hund verletzten. Es empfiehlt sich außerdem gründliches Abwaschen der Pfoten mit lauwarmem Wasser, sorgfältiges Trockentupfen der Zehenzwischenräume und eventuell anschließendes Aufbringen einer pflegenden Salbe. Aber Achtung! Nicht zu viel Salbe, sonst werden die Pfoten zu weich und empfindlich. |
| 6. | | Zähne
Kontrollieren sie die Zähne regelmäßig. Hat der Hund ausreichend Gelegenheit, Büffelhautknochen, hart getrocknetes Vollkornbrot und Hundekuchen zu benagen, ist Zahnpflege zur Vermeidung von Belägen im allgemeinen nicht nötig. Bereits den Welpen an das Zähneputzen zu gewöhnen, ist dennoch kein Fehler.
Ohren
Einmal pro Woche den äußeren Gehörgang mit einem Papiertaschentuch gründlich, aber behutsam ausreiben. Bitte immer nur den Sichtbaren Teil des Gehörgangs behandeln und niemals mit Wattestäbchen hantieren! Wenn der Hund aus dem Wasser kommt, sollte sorgfältig der äußere Gehörgang trockengetupft werden, damit keine Mittelohrentzündung entsteht. |
| 7. | | Augen
Achte darauf, dass dein Labrador keiner Zugluft ausgesetzt ist, weder an seinem Schlafplatz noch im Auto. Denn dann ist einer Bindehautentzündung vorgebeugt. |
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| | Informationen | | | | | | | Ersteller: lulu
Erstelldatum: 15.07.2008 | |  | | | | Bewertung:
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| | Schlagwörter | | | | Labrador, Retriever, Pflege, Fell, Zecken, Läuse, Hund, Pfoten, Welpe | |
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