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Wie mache ich mich freiberuflich?Allgemeines
| Eine Freiberuflichkeit klingt für viele Menschen sehr interessant. Vorbei wären die Zeiten, in denen man sich seinem Chef unterordnen muss, ständigen Befehlen nachkommt und sich die Arbeitszeit vorschreiben lässt. Doch wie wird man überhaupt freiberuflich? Der folgende Text wird diese Frage beantworten. |
Schritte / Maßnahmen
| 1. | | Die Entscheidung noch einmal genau durchdenken
Bevor man sich in die Freiberuflichkeit begibt, sollte man noch einmal in sich gehen und diese Entscheidung überdenken. Denn so attraktiv ein Leben als Freiberufler auch erscheinen mag, es hat auch seine Nachteile. Schließlich ist man immer wieder auf neue Auftraggeber angewiesen. Eine finanzielle Sicherheit ist also nicht gegeben. Auch die Zeiten des bezahlten Urlaubs sind somit vorbei. Nur wenn man mit diesen Nachteilen leben kann, sollte man sich in die Freiberuflichkeit begeben. |
| 2. | | Eine steuerliche Erfassung abgeben
Die Freiberuflichkeit muss natürlich auch beim Finanzamt angemeldet werden. Also lässt man sich den Fragebogen für die steuerliche Erfassung übersenden. Hierin sind sämtliche Angaben zu machen, die sich auf die geplante bzw. bereits vollzogene Freiberuflichkeit beziehen.
Von besonders großer Bedeutung sind hierbei die Angaben zum Einkommen. Man wird also im vorgegebenen Feld eintragen, mit welchem jährlichen Geldzufluss zu rechnen ist. Diese Angabe beruht natürlich eher auf eine Schätzung. Schließlich kann man nie so genau voraussagen, wie sich die Freiberuflichkeit entwickeln wird. |
| 3. | | Kleinunternehmerregelung nutzen
Sofern man mit einem jährlichen Brutto - Einkommen von maximal 17.500 Euro rechnet, kann die Kleinunternehmerregelung genutzt werden, was zur Folge hat, dass keine Mehrwertsteuer abzuführen ist. Ob man dieses Recht allerdings nutzt, sollte gut überlegt werden. Wer nämlich keine Mehrwertsteuer abführt, ist auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt. Sofern es sich bei den Kunden um Privatpersonen handelt, kann es dennoch von Vorteil sein. Schließlich wird man einen geringeren Preis anbieten können. Arbeitet man aber für andere Firmen, sieht die ganze Sache schon wieder anders aus. Größere Firmen holen sich die Mehrwertsteuer nämlich eh wieder vom Finanzamt zurück und haben somit kein Problem, diese Steuer zu zahlen. Für den Freiberufler würde dies wiederum bedeuten, dass er zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.
Aber Achtung: Wer freiwillig auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet, ist 5 Jahre an diese Entscheidung gebunden. |
| 4. | | Eine Webseite erstellen lassen
In fast allen Branchen ist die Webpräsenz von gravierender Bedeutung. Schließlich findet die Kundengewinnung immer mehr im Internet statt, was die große Bedeutung der Internetseite noch einmal unterstreicht. Der Freiberufler sollte also lieber ein bisschen mehr in die Webseite investieren und somit eine effektivere Kundengewinnung betreiben. |
| 5. | | Sozialabgaben zahlen
Freiberufler haben den Nachteil, dass kein Arbeitgeber da ist, der die Hälfte der Sozialabgaben übernimmt. Somit ist diesbezüglich mit höheren Ausgaben zu rechnen. Ein Sonderfall liegt jedoch vor, wenn man eine Tätigkeit ausübt, die einen künstlerischen oder publizistischen Charakter hat. Sollte dies nämlich zutreffen, kann man sich bei der Künstlersozialkasse anmelden, was zur Folge hat, dass diese Organisation die Arbeitgeberanteile übernimmt. |
| 6. | | Die Angaben zum Einkommen korrigieren
Sollte man im Verlaufe des Jahres merken, dass die Einkommensschätzung in der steuerlichen Erfassung verkehrt war, muss man das Finanzamt darüber informieren, damit die Steuerzahlung an dem wahren Einkommen angepasst wird. |
| 7. | | Im Notfall aufstockendes Geld beantragen
Sollte das Einkommen nicht ausreichen, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, erhält man vom Arbeitsamt aufstockendes Arbeitslosengeld 2. Das heißt: Der Freiberufler erhält die Differenz zwischen dem tatsächlichem Einkommen und dem Einkommen eines Arbeitslosengeld 2 Empfängers. Die meisten Freiberufler empfinden es sehr beruhigend, dass sie auf diese Art und Weise im Notfall aufgefangen werden. |
Tipps und Hinweise
| | Gerade bei einem Freiberufler ist die Steuererklärung ein schwieriges Unterfangen. Es geht nämlich nicht nur um die Einnahmen, sondern auch darum, welche Betriebsausgaben in welcher Höhe abzusetzen sind. Da das Steuerwesen diesbezüglich sehr komplex ist, sollte man lieber mit einem Steuerberater zusammenarbeiten. |
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Hinweis: Der Gebrauch, der hier aufgeführten Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung!
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| | Informationen | | | | | | | Ersteller: Jensen25
Erstelldatum: 18.07.2008 | | Vom Ersteller ist derzeit kein Foto vorhanden | | | | Bewertung:
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| | Benötigte und verwendete Dinge | | | | Formular zur steuerlichen Erfassung | |
| | Schlagwörter | | | | Freiberuflich, Freiberufler, Selbstständig, Steuern, Sozialabgaben | |
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