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Wie kann man Schmerzen beim Start und der Landung eines Flugzeugs verhindern?Fliegen ist schön. Vor allem, wenn man in den Urlaub fliegt. Aber es gibt immer zwei Momente, die sehr unangenehm werden können dabei. Der Start und die Landung. Doch ich meine weder die nervliche Anspannung der Fluggäste, noch die Turbulenzen, die währenddessen auftreten können. Ich meine den Druck auf den Ohren. Der kann in manchen Fällen sogar zu starken Schmerzen führen.
a- Woher kommen die Ohrenschmerzen?
Während des Fliegens sind wir einem anderen Druck ausgesetzt als auf der Erde unter normalen Bedingungen. Der Luftdruck in der Höhe liegt mit ca. 0,6 bar niedriger als der normale bei ca. einem bar. Wenn der Druck sich nun verringert, was beim Start geschieht, ändert sich natürlich auch der Luftdruck im Inneren unseres Körpers mit. Das Innere des Ohres ist durch das Trommelfell von außen abgeschirmt. Wenn sich der Druck zwischen Innenohr und außen ändert, wird das Trommelfell strapaziert, sogar so stark, dass Schmerzen auftreten können. Da das Innenohr mit der Mundhöhle verbunden ist, kann der Luftdruck des Innenohrs angepasst werden. Das findet in der Ohrtrompete (der Verbindung zur Mundhöhle) statt. Wenn die Ohrtrompete nun nicht in der Lage ist, den Druckausgleich zu machen, ist der Druckunterschied zwischen Ohr und Außendruck zu groß und führt zu Schmerzen.
Neben den Schmerzen im Ohr können auch Übelkeit oder Gleichgewichtsstörungen auftreten.
Bei der Landung passiert dann praktisch das Gegenteil. Der Druck im Ohr (der sich irgendwann anpasst) ist geringer, als der Druck von außen, also herrscht ein Unterdruck im Ohr, was zu den gleichen Symptomen führen kann.
b- Wie kann man die Ohrenschmerzen verhindern?
Damit man die Ohrenschmerzen verhindern kann, muss man, ähnlich wie Taucher, kontinuierlich den Druck ausgleichen. Dafür gibt es einfache Hilfen.
Kaugummi
Die beste Möglichkeit ist dabei der Kaugummi. Durch das Kauen wird die Ohrtrompete immer wieder in Bewegung gebracht, so dass der Druck sich relativ gut und fortwährend ausgleichen kann. Auch Bonbons sind dafür geeignet. Deshalb bekommt man bei Flügen von den meisten Fluggesellschaften Bonbons vor dem Start oder nach der Landung.
Gähnen
Gähnen ist ebenfalls eine bewährte Hilfsmaßnahme. Dadurch, dass die Kiefer weit auseinander gedrückt werden, öffnet sich die Ohrtrompete mit und kann so den Druck ausgleichen.
Der Taucher-Druckausgleich.
Dieser Druckausgleich wird von Tauchern angewendet, wenn sie sich dem Druck des Wasser anpassen müssen. Sie holen einmal Luft, halten sich die Nase mit den Fingern zu, schließen den Mund und versuchen kräftig durch die Nase die Luft wieder hinaus zu blasen. Dabei entsteht ein Überdruck im Mundraum und den Atemwegen, der dafür sorgt, dass die Ohrtrompete sich öffnet, was wiederum einen Druckausgleich bewirkt. Das ist der so genannte Valsalva-Versuch.
Ohrenstöpsel
Ich meine nun nicht herkömmliche Ohrenstöpsel, sondern Druckausgleichsstöpsel. Die gibt es zu kaufen und die steckt man sich vor dem Start und der Landung in das Ohr. Sie verhindern, einen zu schnellen Druckwechsel und dehnen die Periode des Ausgleichs auf einen längeren Zeitraum. So findet der Druckausgleich kaum merkbar statt und man muss sich auch nicht selber darum kümmern.
c- Warum funktioniert das manchmal nicht?
Wenn man zum Beispiel an einer Erkältung leidet, sind die Nasenschleimhäute angeschwollen, was den Druckausgleich verhindern kann. Das kann auch passieren, wenn man weinen muss. Oder wenn die Schleimhäute durch Klimaanlagen-Luft ausgetrocknet wurden und nun anschwellen, um der Trockenheit entgegen zu wirken. Die Ohrtrompete ist dann auch angeschwollen und lässt keine Luft mehr hindurch.
d- Was tun, wenn der Druckausgleich nicht funktioniert?
In den meisten Fällen hilft der Taucher-Druckausgleich. Ansonsten, wenn man zum Beispiel schon weiß, dass man erkältet ist, kann man sich Nasenspray (oder Tropfen) aus der Apotheke besorgen und eine halbe Stunde bis viertel Stunde vor dem Start in die Nase sprühen. Je nach Länge des Fluges vor der Landung wieder. Das Nasenspray lässt die Schleimhäute abschwillen und erleichtert es der Ohrtrompete, sich zu öffnen.
Wenn dieser Druck sich aber nie bessern sollte und wenn sie auch in den Bergen Probleme mit dem Luftdruck haben, empfiehlt es sich, den Hals, Nasen, Ohrenarzt aufzusuchen, denn es könnte ja ein organisches Problem vorliegen, das therapiert werden muss.
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| | Kurzanleitung | | | | 1. Kaugummi kauen | | | | 2. Bonbon lutschen | | | | 3. Gähnen | | | | 4. Valsalva-Versuch (Taucherdruckausgleich) | | | | 5. Druckausgleichsohrenstöpsel | |
| | Wenn es nicht klappt? | | | | Nasenspray anwenden | |
| | Schlagwörter | | | | Start, Landung, Flugzeug, Ohrschmerzen | |
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