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Wie gehe ich bei Mückenstichen vor?Mückenstiche können ganz schön nervend sein. An manchen Stellen wollen sie gar nicht mehr aufhören zu jucken und man kann seine Haut schließlich auch nicht ganz abkratzen. Dabei reagieren alle Menschen unterschiedlich auf Mückenstiche. Wenn man aber auf die schönen Abende im Freien nicht verzichten möchte, kommt man um den einen oder anderen Stich im Sommer wohl nicht herum. Dafür kann man aber durch Sofort-Hilfe-Maßnahmen den Juckreiz hemmen bzw. fast ganz reduzieren.1. Stichheiler Es gibt verschiedene Geräte auf dem Markt, die man „Stichheiler“ nennt. Diese Stichheiler setzt man nach dem Stich direkt auf die gestochene Stelle, die dann durch Wärme behandelt wird. Die Wärme sorgt für eine schnellere Zerlegung der Eiweiße, welche die Mücke unter die Haut gespritzt hat. Die Mückenstiche schwellen so schneller ab und der Juckreiz verschwindet sehr schnell, aber dafür muss man kurz die Hitze des Geräts ertragen. Diese bleibt aber im Rahmen. 2. Kälte Wenn man auf die gestochene Stelle einen Eiswürfel legt, verringert sich das Jucken auch. Es funktioniert dabei so ähnlich, wie bei einer Sportverletzung, die gekühlt wird. Die Nervenenden werden taub und feuern nicht mehr so stark. Der Juckreiz wird gut gelindert, aber dafür muss man hier wiederum die Kälte eines Eiswürfels ertragen. Was auch hilft, sind Coolpacks. Doch man sollte daran denken, die Kühlmittel nicht direkt auf die Haut zu legen, sondern am besten immer ein Handtuch oder ein dünnes Textil dazwischen zu legen. Es könnten sonst Hautschäden oder Erfrierungen durch die Kälte auftreten. Das sollte man unbedingt verhindern! 3. Chemie gegen allergische Reaktionen Je nach dem, wie stark die Reaktionen auf einen Mückenstich ausfallen, kann man auch chemische Substanzen verwenden, sprich: Medikamente. Zum Einen sind Antihistaminika (Mittel gegen allergische Reaktionen) oder Kortison dafür geeignet. Kortison hat immer noch einen schlechten Ruf aus einer längst vergangenen Zeit. Heute sind die Anwendung und die Dosierung mit Kortison jedoch wesentlich verbessert worden und bei sachgerechter Anwendung praktisch harmlos. Bei solchen Medikamenten sollte man trotzdem immer mit einem Allergologen, mindestens aber mit dem Hausarzt darüber gesprochen haben. 4. Desinfizieren Mückenstich sind willkommene Pforten für Erreger in den Körper, vor allem dann, wenn Stiche aufgekratzt werden. Deshalb sollten Stiche auch desinfiziert werden. Dafür gibt es Salben oder Lösungen. Das muss man nicht übertreiben, aber je nach Stich ist es sinnvoll, wenn man diese beobachtet. (Gerade die Tetanus-Impfung ist für solche Gelegenheiten sinnvoll und sollte immer mal wieder aufgefrischt werden.) 5. Salben Es gibt auch verschiedene Hausmittelchen, die gegen Mückenstiche angewendet werden. Berühmt ist da vor allem der Tiger Balsam aus Thailand. Diese Salbe kühlt und desinfiziert zugleich. Man kann eine solche Salbe auch selber herstellen. Hier ein Rezept: Benötigte Tinkturen: Bei Bedarf: 10 ml Ringelblumen 5 ml Benzoe Benötigte ätherische Öle: Bei Bedarf: 50 Tropfen Teebaumöl 20 Tropfen Wintergrünöl 50 Tropfen Lavendelöl 20 Tropfen Zedernöl 20 Tropfen Thymianöl Zum Anrühren wird benötigt: 50 ml Wasser 1 Teelöffel Gelbildner Zubereitung: Man gebe die Tinkturen in ein kleines Gefäß (ein wieder verschließbares Glasgefäß). Dazu kommen die Öle und zuletzt die Mischflüssigkeiten. Das Gefäß wird dann gut verschlossen und dann wird kräftig geschüttelt. Je nach Konsistenz muss man noch etwas mehr Wasser oder Gelbildner dazu geben. Da muss man ein wenig basteln und ausprobieren. Schließlich, nach 10 Minuten sollte ein wunderbarer Balsam herausgekommen sein, den man direkt auf die Mückenstiche reiben kann. (Bitte aber nicht in offene Wunden reiben – das brennt höllisch!) 6. Spucke Ja, das stimmt. Kinder machen das ganz intuitiv. Speichel ist nämlich einerseits desinfizierend und kann durch die darin enthaltenen Enzyme auch gut den Juckreiz verhindern. Natürlich funktioniert Speichel nicht besonders gut, aber wenn nichts anderes zur Hand ist, sollte man sich nicht scheuen, auf die Mückenstiche zu spucken...
Gut zu wissen! Und das dokumentiere ich nun auch aus meiner Sicht!
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