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Wie flirte ich richtig?Über das „richtige“ Flirten kann man ganze Bücher schreiben. Ein endloses Thema. Und ob man Flirten überhaupt lernen kann oder ob man es im Blut haben muss, sei mal so dahin gestellt und soll von jedem selber beantwortet werden. Wie man am besten oder „richtig“ flirtet ist sowieso sehr streitbar und von Situation zu Situation und von Mensch zu Mensch abhängig. In einem Punkt aber werden mir sicherlich viele Menschen zustimmen. Flirten ist eigentlich nichts anderes als reine Kommunikation. Natürlich keine sehr einfache Kommunikation. Aber wenn man das allein einmal begriffen hat, kommt der Rest von ganz allein.Beim Flirten kommunizieren wir mit allem, was wir haben: Sprache, Worte, Stimme, Augen, Körper, Geruch, Kleidung, usw. Wie, darauf komme ich gleich. Aber wenn man das Flirten als eine Art Sprache sieht, versteht man vielleicht, dass ein Flirt dann stattfinden kann, wenn die beiden, die sich „unterhalten“, die gleiche „Sprache“ sprechen. Was ich hier mal versuchen möchte, ist ein Sprachkurs fürs Flirten. Je mehr sie verstehen, was beim Flirten geschieht, um so leichter wird ihnen das Flirten fallen. Und um so weniger brauchen sie Anleitungen oder Tipps. Teil I: Das Gespräch Die meisten Flirts beginnen zwar bereits vor dem Gespräch (mit Blicken z.B.) aber das Wichtigste bleibt nun mal das Gespräch zwischen ihnen und ihrem/r Flirtpartner/in. Wenn sie flirten wollen, müssen sie reden. Da kommen sie nicht drum herum. Bei einem Gespräch sollten sie auf folgende Dinge achten: 1. Die gleiche Sprache sprechen Damit meine ich nicht, die gleiche Landessprache, sondern für beide verständliche Dinge. Sie sollten zu Beginn eines Gesprächs nur über Dinge reden, die der oder die andere auch versteht. Wenn sie als Mann einer Frau die Bundesliga-Ergebnisse erklären oder von Datenübertragungsraten sprechen, könnten sie meist genauso gut mit einer Chinesin sprechen, die ihre Sprache gar nicht spricht. Sie versteht es wahrscheinlich nicht, wovon sie da reden. Die Beispiele sind banal, aber ich denke, sie wissen, worauf ich hinaus möchte. Fakt ist: Sie oder er wird sich irgendwann langweilen. Jeder Mensch, der andere nicht versteht, langweilt sich. Das Gleiche gilt für Frauen (oft mit Schuhenthemen). Es ist also erst mal wichtig, ein Gesprächsthema zu finden, zu dem beide einen Bezug haben. Ganz einfacher Smalltalk eben. Wetter, die Party-Stimmung, was auch immer. Irgendwas einfaches, bei dem beide das Gefühl haben, sie verstehen den anderen. Das bedeutet zunächst einmal: Die gleiche Sprache sprechen. 2. Fragen und Antworten Gespräche bestehen nicht aus Monologen, sondern aus Dialogen. Gespräche bestehen aus Fragen und Antworten. Wer Fragen stellt, bekommt meist Antworten. Wer keine Fragen stellt, bekommt gar keine Antworten. Wichtig ist also: Stellen sie eher Fragen. Und natürlich wieder Fragen, die der oder die andere beantworten kann. Wenn sie ihrem Flirtpartner oder Flirtpartnerin Fragen stellen, merkt er, dass sie sich für ihn interessieren. Das bedeutet, er oder sie merkt, dass sie die gleiche Sprache sprechen wie er oder sie. Sie verstehen sich. Das ist ein tolles Gefühl und macht eine angenehme Stimmung. Eine prima Voraussetzung für einen Flirt. Grundsätzlich gilt aber auch: Versuchen sie, Fragen zu vermeiden, die man mit Ja oder Nein beantworten kann. „Gefällt es dir hier“? oder „Magst Du was trinken?“ Das ist nicht das Gleiche wie: „Was gefällt dir hier?“ oder „Was magst Du zu trinken?“ Halten sie sich an die W-Fragen: Wer, Wie, Wo, Was, etc.? 3. Wie bitte! Wenn sie sich mit jemandem unterhalten, ist nicht allein die Tatsache, was sie sagen von Bedeutung, sondern auch wie. Wenn sie nur Fragen stellen, weil sie das hier gelesen haben und sich eigentlich überhaupt nicht für den anderen interessieren, brauchen sie gar nicht erst anfangen. Seien sie mit Herz dabei und reißen sie sich dann wenigstens zusammen. Übrigens ist Sarkasmus beim Flirten tödlich und Ironie schnell falsch zu verstehen. Verwechseln sie das nicht mit Humorlosigkeit bzw. sagen sie nicht: „Die hat nicht den gleichen Humor, wie ich.“ Um Ironie verstehen zu können, muss man den anderen ein Stück weit kennen. Ironie setzt persönliche Kenntnis voraus. Deshalb verstehen sich viele Menschen nicht gut auf Anhieb, weil sie davon ausgehen, alle anderen verstünden, was sie sagen wollten. Das ist Irrglaube. Sie sprechen dann nämlich einfach eine andere Sprache, die niemand verstehen kann, weil niemand weiß, wie sie es meinen. Das ist aber dann ihre Schuld. Bei einem Flirt sollten sie eher auf Sarkasmus, Zynismus und Ironie verzichten. Sprechen sie klar, direkt, ehrlich. Das macht dann das richtige „Wie“ schon aus. Sagen sie nichts, wenn sie es nicht wirklich so meinen! Teil II: Die Körpersprache Ob es zu einem Gespräch kommt, wird höchstwahrscheinlich ihre Körpersprache bereits vorher entscheiden. Denn der erste Eindruck zählt und zwar ganz schwerwiegend. Daher müssen sie überprüfen, was sie eigentlich für eine Körpersprache sprechen, bevor sie sich in einen Flirt stürzen wollen. 1. Mimik Die Mimik ist die Sprache ihres Gesichts. Wenn sie lachen, weinen, böse sind, das Alles zeigt das Gesicht. An dieser Stelle erkläre ich ihnen das vielleicht wichtigste Geheimnis jedweder Kommunikation ihres Lebens und dazu gehört ja auch das Flirten: Lächeln! Immer lächeln. Es gibt kaum interessantere und charmantere Menschen, die lächeln und lachen. Wir sind biologisch und psychologisch so geprägt, dass wir uns in Gegenwart eines Menschen wohl fühlen, der uns anlächelt. Ein Mensch, der lächelt, sagt nämlich: „Ich mag dich und ich fühle mich wohl in deiner Nähe.“ Und das wird der Flirtpartner oder die Flirtpartnerin auf jeden Fall merken! Außerdem sollten sie immer den Blickkontakt suchen, denn mit einem Blickkontakt sagen sie: „Ich suche deinen Kontakt“, „ich höre dir zu“, „ich schenke dir meine Aufmerksamkeit“ und schenken diese nicht anderen Dingen (ist auch tödlich). Schauen sie den Anderen an. Und vor allem in die Augen. Was auch immer da passiert, man kann es kaum beschreiben, aber bei einem Blickkontakt kommt man sich näher, ohne dass man es merkt. Vermeiden sie es aber, den anderen unentwegt anzustarren, das ist sehr unangenehm. Hin und wieder müssen sie eben mal wegsehen. Ein für Frauen angenehmer Begleiteffekt beim Blickkontakt ist übrigens, dass der Mann ihr nicht ständig auf die Brüste sieht... ;) Das kommt in jedem Fall gut an – vertrauen sie mir. 2. Körperhaltung Wie sich sich bewegen und wie sie sitzen, wie sie mit den Händen gestikulieren und wie sie essen spricht eine Sprache für sich. Die andere Person wird daraus lesen. Vielleicht nicht bewusst, aber unbewusst sicherlich. So, wie sie sich bewegen, ist ein direkter Ausdruck ihres Innenlebens. Dabei gibt es übrigens keine allgemeine Idealform. Wenn sie ein schüchterner Mensch sind, muss das nicht unbedingt bedeuten, dass sie nicht interessant sind. Beobachten sie sich, wie sie sich bewegen. Lesen sie ein Buch über Körpersprache, dann erfahren sie viel über sich selbst. Wenn sie aber schüchtern sind, muss das überhaupt nicht schlimm sein und sie dürfen sich nicht um jeden Preis „offen“ zeigen! Weil wenn sie eine andere Körperhaltung einnehmen und sich nicht wohl dabei fühlen, wird man das auch merken! Beachten sie vielmehr folgendes Prinzip: Sorgen sie dafür, dass sie sich wohl fühlen! Wenn sie sich wohl fühlen, sprechen sie automatisch die richtige Sprache. Das merkt der oder die andere sofort. Auch ein schüchterner Mensch in der Ecke stehend kann attraktiv sein. Wenn er sich dort wohl fühlt. Das ist authentisch Denken sie immer daran, dass es auch anderen Menschen gibt, die sich in der Ecke wohl fühlen und jemanden suchen, mit dem sie zusammen in der Ecke stehen können. Verstehen sie das Prinzip? Wenn man die gleiche Sprache spricht, kann man sich eben auch verstehen. 3. Kleidung Zu dem Wohlfühlprinzip zählt übrigens auch die Kleidung. Wenn sie sich sexy angezogen wohl fühlen, ziehen sie sich aufreizend an. Wenn sie ich im Strickpullover wohl fühlen, ziehen sie einen Strickpullover an. Bedenken sie nur: Was für eine Sprache spricht meine Kleidung? Wenn meine Kleidung sagt: Es ist mir egal, was ich trage, weil ich die Modetrends nicht mitmachen will, dann werden andere Menschen das auch so verstehen. Das ist aber fast eine ignorante Haltung, die nicht sonderlich attraktiv ist. Wenn sie sich in einer trendgemäßen Kleidung wohl fühlen (und das heißt eben auch: sich selbst attraktiv fühlen), dann sollten sie doch eher die moderne Mode anziehen. Sie müssen eigentlich nur prüfen, wie sie auf andere wirken, welche Sprache sie mit ihrer Kleidung sprechen. Wenn sie sich gehen lassen, brauchen sie nicht erwarten, dass irgendjemand sie interessant findet - abgesehen von Menschen, die sich auch gehen lassen. Umgekehrt gilt aber auch: Wenn sie nur teure Kleidung anziehen und den Eindruck vermitteln, dass ihnen alles nur auf die Äußerlichkeit ankommt, ist es doch völlig klar, dass sie nur von Menschen angesprochen werden, die auf ihre Äußerlichkeit, aber wahrscheinlich nicht auf ihre „inneren Werte“, Wert legen. Überlegen sie einfach nur: Was für eine Sprache spricht meine Kleidung? Welche Menschen sprechen die gleiche Sprache? Mit welchen Menschen möchte ich kommunizieren? Wie muss ich mich dafür kleiden? Eigentlich ganz einfach, nicht wahr? Teil III: Ohne Worte Es ist aber nicht immer entscheidend, was offensichtlich gesagt wird. Genauso entscheidend ist das, was zwischen den Zeilen ausgesagt wird. Ihr Charakter spricht nämlich ebenfalls eine eigene Sprache, die von anderen Menschen gedeutet wird. Seinen eigenen Charakter kann man zwar auch nicht von heute auf morgen einfach so verändern, aber man mit ein wenig guten Willen Schritt für Schritt die Sprache ohne Worte erlernen. 1. Höflichkeit Höflichkeit ist eine regelrechte Tugend! Egal was sie sagen oder tun wird bei einem Flirt, es wird Sinnlos bleiben, wenn sie nicht höflich oder freundlich dabei sind. Höflichkeit ist eine Frage des Respekts dem anderen Menschen gegenüber. Und ich meine natürlich nicht das klassische Tür-Öffnen des Kavaliers. Nein. Ich meine alles. Man kann einer Dame auch die Türe auf halten und sie damit unhöflich behandeln bzw. respektlos und entwürdigend behandeln. Die Frage ist, auf welche Art und Weise man die Türe offen hält. Zudem gibt es auch durchaus Situationen, in denen die Frauen gerne auch mal dem Mann die Tür aufhalten sollten. Eines aber kann ich ihnen versprechen. Wenn sie bei einem Flirt höflich sind, werden ihre „Erfolgsschancen“ deutlich steigen. An die weiblichen Flirter: Einen Korb kann man auch höflich erteilen! Das ist eine Sache, die Frauen zuweilen auch nicht verstehen. Oft genug erlebt man(n), dass eine Frau einem den gescheiterten Versuch knallhart unter die Haut reibt. Das muss nun wirklich nicht sein. Eine Frau mit einem gemeinen Korb ist genauso schlimm, wie ein Mann mit einem plumpen Baggerspruch. Also: Höflichkeit ist eine wichtige Sprachlektion! 2. Geduld Es scheint ein größerer Umweg zu sein, aber trotzdem möchte ich den berühmten Kampfsportler Bruce Lee hinzuziehen, der einst sagte: „Wenn Du an den Ausgang des Kampfes denkst, hast Du schon verloren.“ Das ist beim Flirt genauso. Wenn sie nur daran denken, die Telefonnummer zu bekommen oder den oder diejenige mit nach Hause zu nehmen, dann werden sie nicht unbedingt erfolgreich sein. Geduld ist die zweite Flirttugend. Lassen sie dem oder der anderen Zeit. Nehmen sie sich selber Zeit. Wenn sie geduldig sind, bedeutet dies wiederum: „Ich interessiere mich für dich .“ Und nicht: „Ich interessiere mich für Deine Telefonnummer.“ Der oder die andere wird definitiv merken, um was es ihnen wirklich geht. Wenn er oder sie das gleiche will, ist ja alles in bester Ordnung. Wenn nicht, wird der Flirt nicht besonders lange dauern. 3. Konzentration Zuletzt ist es noch einmal wichtig darauf hinzuweisen, dass man sich entsprechend gut auf den anderen konzentrieren sollte. Hören sie gut zu. Lauschen sie dem, was gesagt wird. Versuchen sie die verschiedenen Sprachen des Flirtpartners zu deuten. Was sagt ihre Körperhaltung, was ihre Kleidung, was ihre Mimik? Wenn sie lernen, die Sprache des Flirtens zu verstehen und zu interpretieren, werden sie überrascht sein, wie sich der andere ihnen gegenüber verhalten wird. Es sollte eigentlich nicht erwähnt werden müssen, aber trotzdem: Alkohol ist ein ganz hervorragendes Mittel, um die Hemmschwelle zu verlieren. Aber nur, wenn man ihn in Maßen konsumiert. Ein völlig betrunkener Mensch spricht ein ganz andere Sprache als nüchterne Menschen. Und die Sprache der Betrunkenen ist nur attraktiv für diejenigen, die die gleiche Sprache sprechen, also die anderen Betrunkenen. Auch hier gilt: Wenn sie auf der Suche nach betrunkenen Menschen sind, dann ist alles in bester Ordnung, wenn ihre Angebetete oder Angebeteter jedoch eher zu den nüchternen Menschen der Party gehören, sinken ihre Chancen mit jedem Bier beträchtlich. So. Das hört sich alles so kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht. Versuchen sie nur immer dran nachzudenken, dass bei jeder Form von Kommunikation es immer zwei Menschen geben muss, die die gleiche Sprache sprechen. Viel Glück beim Fremdsprachenlernen!
Gut zu wissen! Und das dokumentiere ich nun auch aus meiner Sicht!
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