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Wie verlege ich Click-Laminat? | Vorbereitungen
Wenn die Entscheidung, Click-Laminat zu verlegen, gefallen ist, muss man erst einmal ausrechnen, wie viel Laminat notwendig ist. Wenn sie die Quadratmeterzahl nicht genau wissen, müssen sie die Räume erst einmal ausmessen. Zu der errechneten Zahl müssen sie dann noch ca. 5% Verschnitt dazu rechnen. Bei einem 35 qm großem Zimmer müssen also noch 1,75 qm mehr dazu gerechnet werden: 36,75 qm werden für das Verlegen benötigt.
Sollten in den Räumen, in denen sie Laminat verlegen wollen, noch Teppichböden liegen, so müssen sie diese erst einmal entfernen. Einerseits aus hygienischen Gründen, da sich in Teppichböden Bakterien und Pilze sammeln können und andererseits kann sich ein Teppichboden negativ auf die Spannungsverhältnisse des Laminats auswirken. |
| Zuletzt wäre es ratsam, den Boden auf Unebenheiten zu überprüfen. Für Laminatböden ist ein gerader Boden wichtig, weil Dellen oder Wölbungen entstehen könnten, die später nur sehr aufwendig zu korrigieren sind. Dafür ist Bodenausgleichsmasse hilfreich. Welche Art sie speziell für ihren Untergrund benötigen, können sie im Baufachhandel erfragen. |
 | Schritt 1: Feuchtigkeitsschutz verlegen
Auf den trockenen und ausgekehrten Boden kommt als erstes ein Feuchtigkeitsschutz, um zu verhindern, dass der Laminat von unten Feuchtigkeit zieht. Das könnte nämlich dazu führen, dass der Laminatboden unten schimmelt und so Schaden nimmt. Der Schutz besteht aus einer 3 mm starken Folie, die sie im ganzen Raum auslegen müssen. Achten sie darauf, dass die Folie an den Enden und Seiten überlappt und dass sie die Enden und Seiten mit einem breiten Klebeband Luftdicht abkleben, damit auch durch diese „Spalten“ keine Feuchtigkeit kommt. Feuchtigkeit ist hartnäckig und findet jeden erdenklichen Weg |
| Schritt 2: TrittschalldämmungNachdem die Folie komplett verlegt wurde, können sie nun die Trittschalldämmung auslegen. Die reduziert, wie der Name schon sagt, die Lärmbelästigung. Nicht nur Ihre eigene, sondern auch die der Nachbarn (wenn sie Nachbarn haben sollten). Die werden sich auf jeden Fall beschweren, wenn sie keine Schalldämmung einarbeiten. Trittschalldämmung besteht in der Regel aus Kork. Dieser absorbiert Geräusche und federt die Belastung des Laminats zusätzlich ab. |

Schritt 3: Laminat verlegen
 | a) Richtung und Holzkeile
Am besten legen sie den Laminat in Richtung der Sonneneinstrahlung aus (also entlang der Lichteinstrahlung). Damit werden die Kanten der Laminatdielen ein wenig versteckt, denn das Licht fällt nicht auf diese. Beginnen sie also an der Wand. Legen sie dort die Holzkeile zwischen Wand und erste Laminatdiele. Ein Laminatboden kann sich immer noch ein wenig ausdehnen, je nach Feuchtigkeit. |
 | Und dieser Spalt gibt dem Laminat den nötigen Raum. Ohne diesen könnten Wölbungen im Laminat auftreten. Der Rand kann etwa 8 bis 10 mm breit sein, das sollte reichen. Die herausragende Feder der Diele legen sie an die Wandseite an. |
b) Weitere Dielen
Nun legen sie die nächste Laminatsdiele an die erste. Solange sie noch an der Wand entlang verlegen, brauchen sie natürlich auch dort Holzkeile. Dann nehmen sie den Hammer und den Schlagklotz (ein kleines Holzbrett, das sie an die Laminatsdiele anlegen, um nicht mit dem Hammer direkt auf die Diele zu schlagen). Schlagen sie die Dielen vorsichtig zusammen, bis der Spalt zwischen den Dielen sich vollständig geschlossen hat. Auf diese Weise fahren sie nun fort, um die erste Reihe bis zur gegenüberliegenden Wand fertig zu legen. Das Endstück sägen sie passend zu. Aber auch an diesem Ende sollte der Dehnungsspalt zur Wand eingehalten werden.
Mit der übrig gebliebenen, abgesägten Diele aus der ersten Reihe beginnen sie die zweite Reihe. So liegen die Ansätze der Dielen nicht alle am gleichen Punkt. Legen sie die Laminatsdielen an die erste Reihe an und mit Hammer und Schlagklotz schlagen sie die Dielen wieder vorsichtig ineinander, bis alle Spalten geschlossen sind. Das machen sie nun so weiter bis der gesamte Raum mit Laminat ausgelegt ist, bis auf die letzte Reihe...
c) Die letzte Reihe
Jetzt müssen sie die Dielen längs passend sägen. Messen sie dazu den Abstand von der Kante der vorletzten Laminatsreihe zur Wand und bedenken sie wieder den 8 bis 10 mm starken Dehnungsrand. Und sägen sie nicht die falsche Seite ab. Die hervorstehende Feder brauchen sie, um die letzten Reihe zu verzahnen. Wer keine Tischsäge hat (haben wahrscheinlich die wenigsten) kann auch eine normale Stichsäge nehmen. Aber in diesem Fall mit ruhiger Hand sägen. Der Rand muss aber auch nicht hunderprozentig perfekt sein. Es kommen ja auch noch die Seitenleisten darüber, die eine unsaubere Kante kaschieren können. Das sollte aber nicht davon abhalten auf eine gerade Linie zu achten! Problematisch wird es, die letzte Reihe in die vorletzte zu schlagen, schließlich ist kein Platz mehr zum Schlagen da. Doch auch dafür gibt es eine Lösung:
 | Hier kommt das Zugeisen ins Spiel. Legen sie es, wie im Bild an den Rand der Diele und schlagen sie auf das Zugeisen. So ziehen sie die letzten Dielen ineinander.
e) Türspalten
An den Türen müssen sie natürlich schauen, wie weit der Laminat in die Türspalte verlegt werden soll. Im besten Fall verlegen sie natürlich unter der Tür durch auch den anliegenden Raum mit Laminat. Wenn nicht müssen sie ein entsprechendes Stück zurechtschneiden. |
Schritt 5: Seitenleisten und Übergangsleiten
a) Seitenleisten (auch Sockelleisten)
Wenn die Laminatsdielen vollständig verlegt sind, bringen sie die Seitenleisten an, die den Dehnungsrand verbergen und etwaige Unebenheiten bei den abgesägten Stücken kaschieren. Benutzen sie zu deren Befestigung starke Nägel oder Schrauben. Die Leisten werden aber nicht am Laminat, sondern an der Wand befestigt.
b) Übergangsleisten
In Türrahmen, wo zum Beispiel keine Seitenleisten angebracht werden, benutzt man so genannte Übergangsleisten, um den Dehnungsspalt zu überdecken.
Schritt 6: Türen anpassen
Es kann unter Umständen passieren, dass die Türen (die zum Verlegen natürlich entfernt wurden) nicht mehr passen, weil nicht von Anfang an Laminat geplant war und die Höhe des Bodens nun nicht mehr unter die Türen passt. In diesem Fall müssen sie die Türen kürzen. Entweder sägen sie die notwendige Länge mit der Kreis- oder Stichsäge ab oder sie benutzen dazu einen Elektrohobel.
Es gibt natürlich auch Räume mit schrägen Wänden. In solchen Räumen müssen natürlich fast alle Randstücke passend gesägt werden.
Jetzt sollte einem neuen Boden nichts mehr im Wege stehen. Viel Erfolg!
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Gut zu wissen! Und das dokumentiere ich nun auch aus meiner Sicht!
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| | Informationen | | | | | | | Ersteller: hanmül
Erstelldatum: 10.04.2008 | |  | | | | Bewertung:
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| | Kurzanleitung | | | | Vorbereitungen und Teppich entfernen | | | | 1. Feuchtigkeitsschutz verlegen | | | | 2. Trittschalldämmung verlegen | | | | 3. Laminat verlegen | | | | a) Erste Reihe mit Holzkeilen | | | | b) Zweite bis vorletzte Reihe - durch Randstück versetzt verlegen | | | | c) Die letzte Reihe passend sägen | | | | 5. Seiten- und Übergangsleisten | | | | 6: Türen anpassen | |
| | Materialien | | | | Click-Laminat | | | | Feuchtigkeitsschutz | | | | Trittschalldämmung | | | | Seitenleisten | | | | Übergangsleisten | | | | Abstandskeile | |
| | Nötiges Werkzeug | | | | Hammer | | | | Schlagklotz (Kleines Holzbrett) | | | | Meterstab | | | | Kreis- oder Stichsäge | | | | Akkuschrauber (Bei Bedarf) | | | | Zugeisen (Bei Bedarf) | |
| | Schlagwörter | | | | Click-Laminat, Laminat, Boden, verlegen | |
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